Barrierefreie Kommunikation Politisch korrekte Sprache in der Sozialen Arbeit

Barrierefreie Kommunikation –
Politisch korrekte Sprache in der Sozialen Arbeit

Klischeehafte Vorstellungen, Vorurteile und Diskriminierungen sind im deutschen Sprachgebrauch allgegenwärtig, insbesondere für bestimmte soziale Gruppen. Eine herabwürdigende Sprache findet sich nicht nur in den Medien oder „auf der Straße“, Fallstricke gibt es auch in der pädagogischen Berufspraxis. Der Grat zwischen politisch korrektem Sprachgebrauch und intoleranten Formulierungen ist schmal, nicht selten führt vermeintlich „politische Korrektheit“ zu neuer Unklarheit, Widersprüchen und Barrieren in der Kommunikation. Es herrscht große Unsicherheit bezüglich eines verantwortungsvollen Sprachgebrauchs: Darf man den Begriff „geistige Behinderung“ verwenden? Oder ist der Begriff „Menschen mit besonderen Bedarfen“ richtig? Sind Kinder „schwer erziehbar“ oder „verhaltensoriginell“? Immer wieder werden neue Sprachreglementierungen gefordert, begründet und wie im Fall der Einführung des Gender-Sternchens* als „Sprachverhunzung“ angeprangert. Um Menschen wertschätzend und individuell anzusprechen, ist nicht nur die eigene Sprachkompetenz gefragt. Um diese zu entwickeln, braucht es zunächst Wissen über tradierte Normen, Alternativen und die Reflexion der eigenen moralischen Haltung.

 Ziele und Inhalte:

  • Was ist politisch korrekte Sprache?
  • historischer Kontext
  • Zielgruppen diskriminierender Sprache
  • Aktueller Diskurs: Befürworter und Gegner
  • „Gender-Wahnsinn“
  • Eine Frage der Moral?
  • Sprachsensibilität & Sprachkompetenz entwickeln

Arbeitsweise & Methoden: Theorievermittlung, Rollenspiele, praktische Schreib- und Sprechübungen in Einzel- und Partnerarbeit, Feedback und Reflexion. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstellen im Workshop einen Text in politisch korrekter Sprache.

Zielgruppen: Leitungskräfte und pädagogische Fachkräfte, Studierende der Fachbereiche Soziale Arbeit, Integrative Heilpädagogik, Systementwicklung Inklusion, Pflege und Gesundheitsförderung