Barrierefreie Kommunikation in der Verwaltung

Barrierefreie Kommunikation –
Leichte Sprache/Einfache Sprache in der Verwaltung

Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einem niedrigen deutschen Sprachniveau brauchen eine barrierefreie Kommunikation für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe. Die Sprachvarianten „Leichte Sprache“ und „Einfache Sprache“ sind wichtige Bausteine der barrierefreien Kommunikation, denn sie erleichtern die Kommunikation zwischen Fachkräften der Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern. Insbesondere in Bereichen, in denen Fachkräfte häufig mit den jeweiligen Zielgruppen kommunizieren: Während die „Leichte Sprache“ für Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt wurde, richtet sich die Sprachvariante „Einfache Sprache“ an Menschen mit niedrigem deutschen Sprach- und Leseniveau, z. B. Migranten und Migrantinnen, Analphabeten und Analphabetinnen oder alte Menschen mit Einschränkungen. Einfache Sprache eignet sich außerdem besonders zur Erläuterung komplexer Sachthemen, z. B. in Technik, IT, Medizin. Beide Sprachvarianten beinhalten gesprochene Sprache und Schriftsprache.

Ziele und Inhalte:

  • Was ist Leichte Sprache?
  • Was ist Einfache Sprache?
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Sprachvarianten
  • Einsatz der Sprachvarianten in der Verwaltung
  • Einfacher sprechen, verständlicher kommunizieren
  • Beratungsgespräche in Einfacher Sprache
  • Merkblätter, Bekanntmachungen, Bürgerbriefe oder Hausmitteilungen erstellen
  • Einsatz von Bildern und Symbolen

Arbeitsweise & Methoden: Theorievermittlung, Rollenspiele, praktische Schreib- und Sprechübungen in Einzel- und Partnerarbeit, Feedback und Reflexion. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstellen im Workshop einen Text aus ihrer Berufspraxis in Leichter Sprache und Einfacher Sprache. Aufzeichnung Rollenspiel „Beratungsgespräch in Einfacher Sprache“ zur individuellen Reflexion.

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung, andere Fachleute, die komplexe Sachverhalte erklären müssen.